little-known features: apt-get

Juli 11, 2016

I want to write some texts about little known features of Linux in general and openSUSE in particular.

One little-known feature of zypper is that you can use apt-get or aptitude on openSUSE as well. This is nice when you just want to run scripts or copy-paste from how-tos written for Debian/Ubuntu or have to administer systems with different distributions like me, but dont want to spend time thinking about which command to call.
On openSUSE, aptitude is a small script translating the parameters into a zypper call, even mapping some package names to the openSUSE-versions. But the mappings are neither complete nor well-maintained, so your mileage will vary.

extra mappings can be added in /etc/zypp/apt-packagemap.d/ and if they are useful for everyone, you can also send a pull-request to the openSUSE/zypper repo on github.

openQA got even better this week

Dezember 2, 2011

I had written earlier on my work towards automated OS testing.
This week, openQA.o.o got even better.
The more visible and useful improvement is that you can now download harddisk-images from the 19 most recently completed testruns. Testruns that did not write anything to HDD will lack the download link.
Since openQA runs nightly tests of Debian/testing for some weeks, you can also download those disk images in the morning.
After uncompressing the file with gunzip, you can fire up a VM on Linux with a line like
img=... ; qemu-kvm -m 1000 -net user -net nic,model=virtio,macaddr=52:54:00:12:34:56 -drive file=$img,if=virtio,boot=on -usb -usbdevice tablet -monitor stdio -redir tcp:2222::22 -soundhw ac97

and (if the install was any good) log in with username bernhard or root and password nots3cr3t
If you disable the firewall and start sshd, you can also ssh from the outside to port 2222 on the host machine
i.e. ssh -p 2222 root@localhost

Another nearly invisible change is that Dominik Heidler rewrote many of the CGIs to use a Template engine, making both the code and the markup much more readable and maintainable.

Also in the News:
I recently heard from two people who wanted to look into using my framework to test Ubuntu/Unity (using the new VirtualBox backend for 3D) and Mandriva.
And I have merged the first external contributions from Alex Bennée.
All of this activity makes me happy as it indicates that OS-autoinst and openQA are considered useful by many people in the FOSS community…

Die Einweggesellschaft im Wandel

Oktober 24, 2011

Vor nicht allzu langer Zeit war vieles noch anders.
Mein Vater erzählte mir, wie er als Kind (etwa 1947) mit der blechernen Milchkanne durch den Ort lief, um Milch zu holen.
Und wenn man alte Möbelstücke sieht, dann bestehen diese vornehmlich aus Holz mit eisernen Schrauben oder Nägeln. Vornehme Stücke auch mit eingelassenem Marmor oder Glas und wenn es ganz teuer war, finden sich Teile aus geschnitztem Elfenbein daran. Alles außer Kunststoff.
Nadelbäume, deren Stämme einst zur Harzgewinnung (u.a. zur Klebstofferzeugung) angeritzt wurden, findet man selbst jetzt noch in deutschen Wäldern.

Doch heutzutage leben wir in einer Einweg-Gesellschaft.
Es gibt im Supermarkt Getränke in Einwegverpackungen, Einweg-Rasierer und auch für unsere kleinsten gibt es Windeln zum Wegwerfen, die beliebt (da benutzerfreundlich) sind. Dies meist in Plastikfolie verpackt und für den Transport ins traute Heim gibt es Einkaufsbeutel aus Kunststoff an der Kasse.

Vieles davon muss sich noch in diesem Jahrhundert ändern, denn der Erdölvorrat der Erde ist begrenzt und es ist abzusehen, dass er in den nächsten Jahrzehnten so weit abnimmt, dass die Förderung zu aufwändig oder zu teuer wird.

Anhänger der Marktwirtschaft (von manchen Bevölkerungsgruppen auch gern als Kapitalismus bezeichnet) vertreten die Ansicht, dass das Öl nicht vollkommen verbraucht werden wird, da vorher der Preis so weit steigt, dass es sich kaum noch jemand leisten will.
Das hat bereits begonnen: in den letzten elf Jahren hat Deutschland seinen Erdölverbrauch um etwa 12 Prozent gesenkt, jedoch haben sich die Ausgaben Deutschlands für die Ölimporte in der gleichen Zeit auf das dreifache erhöht.

Dies wird zur Folge haben, dass bald Holzspielzeug deutlich günstiger zu haben sein wird als das gleiche aus Kunststoff.
Und Strom aus regenerativen Quellen (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse) ist schon jetzt fast günstiger als jener aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen.
Man wird auch feststellen, dass Recycling „sich rechnet“, wenn die Rohstoffe teurer werden.
Einige Leute betreiben bereits mini-Kraftwerke anstelle von Heizungen, denn dort wird die Energie nicht nur einfach in Wärme verwandelt, die dann in den Weltraum abgestrahlt wird, sondern auch in Strom, der zuvor noch Lampen und Computer antreiben kann, bevor auch diese Energie als Wärme endet (denn wegen des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik kann man Wärme nicht so einfach wieder in andere Energieformen umwandeln).
Schließlich wird es auch günstiger sein, Dinge zu kaufen, die nebenan hergestellt und nicht erst um die halbe Welt transportiert wurden.

Es wird sich etwas ändern auf dieser Welt.
Bald schon.

HDTV over IP

August 16, 2009

Die Leichtathletik-WM ist in Berlin. ARD HD und ZDF HD sind dabei und obwohl an den meisten Stellen steht, dass diese nur über Satelit und Kabel empfangbar sind, kann man diese mit VDSL auch unter Linux frei empfangen.
Nötig ist dazu ein gewöhnlicher VLC oder mplayer und die Kontaktdaten der Server, die aber schwer zu finden sind.
Wenn man diese aber hat, geht es einfach und sauber:

vlc rtp://@239.35.10.1:10000 #ARD
vlc rtp://@239.35.10.2:10000 #ZDF

Rechtsstaatlichkeit

August 6, 2009

Stellen Sie sich einmal vor, sie erführen ganz plötzlich, dass sie ab sofort mehrere Monate nicht mehr in Ihre Wohnung dürfen.
Warum? Nicht wegen eines Brandes, sondern weil die Polizei nach Beweisen sucht.

Klarstellung: obiges ist nur ein Vergleich, damit sich ein Mensch, der nicht sein ganzes Leben mit dem Computer verbringt, vorstellen kann, was eine „Durchsuchung“ von Computern für mich bedeutet.

Ich hatte letztlich ein aufschlussreiches Gespräch mit einem Kriminalpolizisten. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein sehr netter Mensch bin und immer sehr darauf bedacht bin, anständig zu sein, aber wie man im folgenden lesen können wird, hilft dies gegen manches Ungemach nicht.

Ich erfuhr nämlich vom freundlichen Herrn Kriminalpolizeibeamten, dass gegen mich, bzw. meine Wohnung (natürlich vollkommen ungerechtfertigt) ein Durchsuchungsbeschluss vorlag, was normalerweise (bei Vollstreckung durch grauharige Internetausdrucker) dazu führt, dass „alles was nach Computer aussieht, mitgenommen wird“ und man es auch mit Einsprüchen monatelang nicht wieder sieht.

Es stellte sich heraus, dass jemand 2007 von der IP meines Servers aus etwas bestellt hatte unter Angabe eines falschen Namens und falscher Bankverbindung. Und weil da zu Unrecht 56 Euro abgebucht wurden, gab es eine Anzeige wegen Betruges. Und weil die statische IP meines Servers auch nach so langer Zeit noch so einfach zu ermitteln war, wurde ich sogleich als Beschuldigter in den Akten geführt.

Dabei gibt es da so viele Möglichkeiten, wie andere ohne großen Aufwand so etwas anstellen können, oft ohne brauchbare Spuren zu hinterlassen.

Diesmal ist zum Glück nichts schlimmes passiert, aber man überlegt sich da schon, wie das (für so einen technophilen Menschen) wäre, mehrere Monate ohne Computer zu sein. Die Hardware könnte man ja ersetzen – aber die Daten? Die Urlaubsphotos der letzten 8 Jahre, die Videoaufzeichnung vom Konzertauftritt meines Sohnes, die Diplomarbeit meiner Frau, die Chat-logs, die Tagebücher. Bei einem Festplattencrash gäbe es ja wenigstens noch das Backup – aber so?

Als Konsequenz daraus plädiere ich für mehr Rechtsstaatlichkeit in Deutschland. Die Verhältnismässigkeit der Maßnahmen muss auch bei IT-bezogenen Themen gewahrt bleiben.
Die Unschuldsvermutung muss von Staatsanwälten und Polizisten beachtet werden.
Wenn sich in diesen Kreisen auch noch herumsprechen würde, dass IP-Adressen als Identitätsnachweis recht untauglich sind, wäre das auch schön.

Und damit ich auch etwas in diese Richtung tue, gehe ich am 27.9. wählen.


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